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01 Grundlagen 
verstehen

Strommarkt verstehen. Zusammenhänge erkennen.

Der Strommarkt wird von zahlreichen Faktoren gleichzeitig beeinflusst. Angebot und Nachfrage, Wetter, erneuerbare Energien, Kraftwerksverfügbarkeit und der grenzüberschreitende Stromhandel wirken zusammen und bestimmen, wie sich Strompreise entwickeln.

In unseren Grundlagen erklären wir die wichtigsten Mechanismen verständlich und kompakt. Die Inhalte schaffen eine gemeinsame Basis, um Marktbewegungen, Preisentwicklungen und Prognosen besser einordnen zu können – unabhängig davon, ob Sie sich erstmals mit dem Strommarkt beschäftigen oder einzelne Zusammenhänge gezielt vertiefen möchten.

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Wie entsteht der Strompreis?

Der Strompreis entsteht durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage am Strommarkt. Stromerzeuger bieten ihre verfügbaren Mengen zu unterschiedlichen Preisen an, während die Nachfrage je nach Tageszeit und Verbrauch schwankt. Am Großhandelsmarkt werden Angebot und Nachfrage zusammengeführt. Welche Erzeugungsanlage zuletzt benötigt wird, um die Nachfrage zu decken, hat dabei entscheidenden Einfluss auf den entstehenden Marktpreis.

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Welche Faktoren beeinflussen den Strompreis?

​Strompreise werden von vielen Faktoren gleichzeitig beeinflusst. Dazu zählen insbesondere Stromerzeugung und Verbrauch, Wetterbedingungen, die Verfügbarkeit erneuerbarer Energien sowie Kraftwerkskapazitäten. Auch Importe und Exporte, Feiertage und Entwicklungen in benachbarten Strommärkten können eine wichtige Rolle spielen. Je nachdem, wie sich diese Einflussgrößen verändern, können Strompreise deutlich schwanken.

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Wie beeinflusst das Wetter den Strompreis?

Das Wetter beeinflusst sowohl die Stromerzeugung als auch den Stromverbrauch. Wind und Sonneneinstrahlung bestimmen beispielsweise die Einspeisung von Wind- und Solaranlagen, während Temperaturen das Verbrauchsverhalten verändern können. Dadurch können Wetteränderungen Angebot und Nachfrage gleichzeitig beeinflussen. Wetterdaten und Wetterprognosen sind deshalb wichtige Faktoren für die Analyse und Prognose zukünftiger Strompreise.

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Was ist der Intraday-Markt?

Der Intraday-Markt ermöglicht den kurzfristigen Handel mit Strom nach Abschluss des Day-Ahead-Handels. Marktteilnehmer können ihre Positionen näher am tatsächlichen Lieferzeitpunkt anpassen. Das ist beispielsweise wichtig, wenn sich Wetterprognosen, Stromerzeugung oder Verbrauch kurzfristig verändern. Der Intraday-Handel hilft damit, Abweichungen zwischen ursprünglich geplanter und tatsächlich erwarteter Strommenge auszugleichen.

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Warum können Strompreise negativ werden?

Negative Strompreise können entstehen, wenn zeitweise mehr Strom angeboten als nachgefragt wird. Das kann beispielsweise bei hoher Einspeisung aus Wind- und Solaranlagen und gleichzeitig niedriger Nachfrage auftreten. Wenn Erzeugungsanlagen ihre Produktion nicht kurzfristig reduzieren können oder wirtschaftliche Anreize zur weiteren Einspeisung bestehen, kann der Marktpreis unter null fallen.

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Warum beeinflussen Nachbarländer den deutschen Strompreis?

Der deutsche Strommarkt ist eng mit den Strommärkten der Nachbarländer verbunden. Über grenzüberschreitende Leitungen wird Strom importiert und exportiert, wodurch sich Angebot und Nachfrage zwischen den Märkten gegenseitig beeinflussen. Hoher Verbrauch, geringe Erzeugung oder starke erneuerbare Einspeisung in einem Nachbarland können deshalb auch Auswirkungen auf die Preisbildung in Deutschland haben.

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Was ist der Day-Ahead-Markt?

Auf dem Day-Ahead-Markt wird Strom für die Lieferzeiträume des folgenden Tages gehandelt. Stromerzeuger und Marktteilnehmer geben dafür ihre Angebote und Gebote ab. Aus dem Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage entstehen die jeweiligen Marktpreise. Der Day-Ahead-Markt bildet damit eine wichtige Grundlage für die kurzfristige Planung von Stromerzeugung, Verbrauch und Vermarktung.

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Was bedeutet das Merit-Order-Prinzip?

Das Merit-Order-Prinzip beschreibt die Reihenfolge, in der Stromerzeugungsanlagen entsprechend ihrer kurzfristigen Erzeugungskosten zur Deckung der Nachfrage eingesetzt werden. Zunächst kommen Anlagen mit niedrigeren Kosten zum Zug, anschließend teurere Erzeugungsformen. Die zur Deckung der Nachfrage zuletzt benötigte Erzeugung beeinflusst maßgeblich den entstehenden Marktpreis. Dadurch wirken sich Veränderungen im Erzeugungsmix auf die Strompreise aus.

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